Martin Bührer

ist Grafiker, Illustrator und äussert sich im emotionalen  Kunstbereich mittels Zeichnungen von ethnischen Volksgruppen, zu Begeben-heiten unserer zivilisierten Gesellschaft und zum Thema Gene.

Zeichnungen von Martin Bührer wer-den digital vorbereitet, Ansichten aus-gewählt, Fragmente beigefügt, ins richtige Licht gerückt und dann auf dunkel grundierte Leinwand über-tragen. Auf diesen Unterlagen wird Strich an Strich über Strich gesetzt. So entstehen markant schraffierte Flächen, ein Raster, der sich verdichten und formen lässt. Für die meist weissen Schraffuren verwendet Bührer den weichen SUPRACOLOR SOFT von Caran d'Ache. Abschliessend wird das Werk mit einem Acryl-Lack fixiert und auf den Keilramen gespannt.


Martin Bührer ist 1954 in Winterthur geboren, lebt und arbeitet heute im Kanton Thurgau und war von 2017 bis 2019 Präsident des Thurgauer Künstlervereins kunstthurgau. www.kunstthurgau.ch

Ausstellungen:
bis 2000 - verschiedene Ausstellungen in der Region Winterthur und Zürich
2007 - Gemeindehaus Weinfelden
2008 - Weinlandgalerie Andelfingen
2010 - Kunsthaus Märwil
2013 - Steinergallery, Wien
2013 - Galerie Marziart, Hamburg
2016 - Galerie Stefan Rutishauser, Frauenfeld
2017 - Baliere, Frauenfeld (Gruppenausstellung kunstthurgau)
2018 - vierteiliger Ausstellungszyklus «Mobilität» kunstthurgau (Bischofszell, Aadorf, Kreuzlingen, Diessenhofen)
2019 - Baliere, Frauenfeld - zusammen mit Giancarlo Bolzan
2019 - Haffterkeller, Weinfelden, 16. November - 1. Dezember (Gruppen-ausstellung kunstthurgau)
2019 - Plan-B, Witenzelg, Romanshorn, 2. November - 24. November (Gruppen-ausstellung Plan-B)

André-Pierre Müller  "Apé"

Auszug aus dem Nachruf von Monika Fasnacht. Apé starb 2010.

Im März 1997 habe ich André- Pierre Müller oder , wie ihn alle genannt haben, zum ersten Mal getroffen. Er hat mich zusammen mit dem Regisseur Urs Studer zum Mittagessen eingeladen. Sie wollten mich als neue -Moderatorin engagieren. Das Treffen dauerte nicht lange, ich sagte zu. Erstaunt hat mich allerdings, dass keiner der beiden wissen wollte, ob ich überhaupt jassen kann. Auf meine Rückfrage kam eine typische Apé-Antwort: Ich konnte aber zum Glück jassen, und so begann im Sommer 1997 meine Karriere als Jass-Moderatorin. Und nicht nur das: Es war der Beginn einer tollen Zusammen-arbeit und einer wunderbaren Freund-schaft mit Apé. Stundenlang sassen wir zusammen, meistens in unserer Frei-zeit, und kreierten neue Ideen für die Sendung. Im Jahr 1999 kam auch noch der dazu.»

Apé war der kreativste Mensch, den ich kannte. Er hatte unglaublich viele und gute Ideen. Und ich war in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen, das Beste herauszupicken und umzusetzen. Wir hatten sehr viele Freiheiten, und es machte enorm Spass, mit ihm zusam-menzuarbeiten! Er hat mich stets positiv inspiriert, und so haben sich die Sendungen auch weiterentwickelt.
Die Ideen entstanden nie im Büro oder bei langen Sitzungen mit vielen Leuten. Wir haben uns immer ein schönes Beizli ausgesucht und dort gearbeitet bis die Köpfe rauchten. Oder in seinem Atelier. Apé war mit Leib und Seele Künstler. Nach unseren Zusammen-künften hat er oft bis tief in die Nacht gemalt und wunderbare Bilder kreiert, die er auch ab und zu ausgestellt und verkauft hat. Allerdings interessierte ihn das Geld dafür wenig bis gar nicht. Wenn er merkte, dass jemandem ein Bild gefiel, sagte er: < Du kannst es haben.> Ich besitze selber etliche Bilder von ihm und bin sehr stolz auf sie! Und ich habe auch mit Interesse seine künstlerische Entwicklung mitverfolgt. Gerührt war ich, als er mir ein ganz besonderes Bild geschenkt hat, obwohl das eigentlich nicht seinem Stil ent-sprach: ein Gemälde von meinem Hund Simba!
Apé hatte einen Sinn für Schönes, was sich auch in einer weiteren Leiden-schaft ausdrückte: Er war ein absoluter Autofreak! Er hat in seinem Leben weit über 100 Autos besessen, sie pingelig gehätschelt und gepflegt. Mein früherer Lebenspartner Patrick hat ihm als Gara-gist immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Apé war auch unser Trau-zeuge. Und so blieben wir uns auch nach seiner Pensionierung beim Fernsehen stets verbunden.
Ich werde Apé immer in meinem Herzen haben. Und vielleicht lernt er da, wo er jetzt ist, endlich jassen - er konnte es nämlich nicht!